Matthias Höbarth ist Senior Business Development Manager bei Purpur Media

Matthias Höbarth ist Senior Business Development Manager bei Purpur Media

Seit Anfang Juli ist Matthias Höbarth im Team von Purpur Media. Der Senior Business Development Manager verrät uns etwas mehr über seinen Werdegang und seine Tätigkeit.

Wohin hat Dich Dein bisheriger Karriereweg geführt? Und welche Ausbildung hast Du eigentlich genossen?

Ich habe auf Publisher-Seite klassisch mit einem Key-Account-Job begonnen und mich sukzessive in das Thema Yield-Management eingearbeitet. In dieser Zeit habe ich auch den einen oder anderen Relaunch mitgemacht und ein ganz gutes Gefühl für eine stimmige Informations-Architektur von Websites aufgebaut.

Nach 4 Jahren auf Vermarkter-Seite bin ich in die Agenturlandschaft gewechselt. Bei der MediaCom habe ich mich in der digitalen Fachabteilung „Interaction“ um das Thema Programmatic Advertising gekümmert und hatte den Lead auf die digtale Strategie für Kunden wie „Coca Cola oder Österreich Werbung.“ Bei der Dentsu habe ich als Innovations-Manager Key Accounts zu Projekten im Bereich Neuro-Marketing, App-Management oder Conncected Screens beraten. Zuletzt war ich beim Telko-Daten Startup Geolad für das Direktkundengeschäft sowie den Ausbau des Portfolios mit verantwortlich.

Ich habe ein Diplomstudium im Bereich Medienmagement an der FH-St.Pölten sowie einen Master of Science im Bereich Psychologie an der Uni. Sbg. Abgeschlossen.

Was ist das Spannende und was ist das Herausfordernde an Deiner Tätigkeit?

Der dynamischen Entwicklung am Werbemarkt in der Weiter-Entwicklung des Produkt-Portfolios von Purpur Media gerecht werden.

Wenn Du nicht im Business Development bei Purpur Media wärst, welchen Beruf würdest Du dann gerne ausüben?

Ich bin zusammen mit einem Kollegen aus dem Profi-Radsport auch im Bereich Persönlichkeitsentwicklung tätig. In unseren Keynotes und Workshops legen wir Strategien aus der Sportpsychologie auf Arbeits- psychologische Themen um.

Stell Dir vor, die Purpur Media würde eine neue Niederlassung irgendwo auf der Welt eröffnen und Du könntest dort arbeiten: Wo wäre das genau?

Ich denke das ist im Zeitalter von Remote-Working nicht mehr so essenziel. Jedenfalls nicht in Strandnähe oder so. Das wäre kontraproduktiv für die Konzentration auf’s Tagesgeschäft 😉

Taboola, die global tätige Plattform für Distribution von Paid Content, hob kürzlich unsere Zusammenarbeit in einer internationaler PR-Aussendung hervor. Taboola setzen wir beispielsweise für Tourismusorganisationen, Entertainment-Angebote und die Automobilbranche ein.

Taboola ist ein essenzieller Bestandteil von Pur Native. Das ist unsere Lösung für die werbetreibende Wirtschaft, sämtliche nativen Netzwerke mit einer Buchung zu belegen. Unsere Kunden profitieren von eingesetzter künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen. Damit erreichen wir Verbraucher über Premium-Redaktionsseiten hinweg in großem Maßstab und steigern so die Markenbekanntheit und unterstützen die Verkaufsziele. Die Nutzer von Taboola riefen im letzten halben Jahr über 800 Millionen Seiten für Reisen in Deutschland und Österreich auf.

Mit der Ansprache dieser Reisewilligen konnten wir die Investitionen in native Werbeformate einer der führenden Tourismusregionen Österreichs in Buchungen konvertieren. Dafür haben wir Taboola Video eingesetzt und sprachen die Zielgruppe mit gut sichtbaren Placements auf Premium-Redaktionsseiten an. Wir nutzten Video, um die Bekanntheit der Marke zu steigern und die Zielgruppe von dieser Tourismusregion zu erreichen, was zu einer Steigerung der Sichtbarkeit von 73% führte.

„Wir arbeiten seit einiger Zeit mit Taboola zusammen und sehen durchwegs ausgezeichnete Klickraten“, sagt Bernd Platzer, Geschäftsführer von Purpur Media: „Durch die Zusammenarbeit mit Taboola können wir unseren Kunden nicht nur dabei helfen, ihre Markenbekanntheit auf eine Weise zu steigern, die zuvor nicht im Mediamix enthalten war. Native Video bietet unseren Kunden großartige Möglichkeiten, ihren ROI zu steigern.“

Wir optimieren für viele E-Commerce-Shops die Conversion, um einen besseren Abverkauf zu erzielen. Unser Kunde, Masken24.at, hat nun zugestimmt, dass wir über unsere erfolgreiche Zusammenarbeit berichten dürfen.

Masken24.at bewirbt seinen Online-Shop mittels Pur Native auf Premium-Publisher-Seiten, um qualifizierte User auf die Zielseite zu bringen. Dank der Conversion-Funktionen können Bestellungen gemessen und auf diese optimiert werden. Wir haben es geschafft, 94,37% neue User auf die Zielseite zu bringen und erzielten bei diesen neuen Besuchern eine Conversion-Rate von 2,33 Prozent.

Für alle E-Commerce-Branchen für die wir tätig sind, gilt: Inhalte, die wir auf Premium-Publisher-Seiten ausspielen, werden mehr geklickt als auf Social-Media-Plattformen. Das liegt daran, dass Menschen E-Commerce-Angeboten auf Premium-Publisher-Seiten mehr vertrauen als auf Social-Media-Plattformen.

Am 15. August trat das Transparency and Consent Framework 2.0 (TCF 2.0) des IAB Europe in Kraft. Das TCF 2.0 ist ein entwickelter technischer Standard, der den Abruf und die Übergabe des Einwilligungssignals der User zwischen den Publishern und den Drittanbietern, welche den TCF 2.0 nutzen, vereinfacht. Der Einsatz dieses Frameworks macht es in Zukunft überhaupt noch möglich, datenbasiertes Marketing über diese Kanäle zu betreiben.

Zur Einholung der Einwilligung des Users setzen  wir eine Consent Management Plattform (CMP) ein. Wir arbeiten hier mit der CMP von OneTrust zusammen. In der Regel wird mittels eines Klicks im User-Interface der CMP die Funktion „TCF 2.0“ aktiviert und die Drittanbieterliste, mit denen der Publisher zusammenarbeitet, in der CMP angepasst. Den Publishern bietet das TCF 2.0 mehr Transparenz aber auch Flexibilität bei der Zusammenarbeit mit Techpartnern.

Der Publisher kann jederzeit einsehen, ob der Nutzer damit einverstanden ist, dass bestimmte Technologien seine Daten verarbeiten. Genauer gesagt geht es um „die Zwecke, wie personenbezogene Daten von welchem Unternehmen konkret verarbeitet werden können“, z.B. mittels Tracking-Tools oder eindeutiger Identifizierung der einzelnen User durch Cookies.

Wir von Purpur Media unterstützen unsere Partner bestmöglich bei der Implementierung der Consent-Übergabe. Denn durch eine saubere Einbindung des TCF 2.0 ist es möglich, die Qualität der AdImpressions zu steigern und den Usern aber auch Sicherheit in unserem Netzwerk zu geben.

Das Video-Portfolio von Purpur Media erweitert sich fleißig um neue, einzigartige und spannende Werbeprodukte. Hier hast Du das gesamte Video-Angebot auf einen Blick!

© Pixabay

Smartclip

Das österreichische Bewegtbild-Inventar von Smartclip umfasst bereits über 100 Millionen Video Views und 3 Millionen Unique User pro Monat. Nicht nur die Reichweite, sondern auch die Kombination aus präzisen Targeting-Möglichkeiten und 100 Prozent Crossdevice-Ausstrahlung ermöglichen unseren Kunden die bestmögliche Zielgruppenansprache. Dies ist bei mehr als 400 Publishern möglich – darunter starke Partner wie Gruner + Jahr, Burda oder Bild.de. Hierbei gibt es sowohl click-to-play In-Stream-Videos, als auch Out-Stream-Videoformate, die in den redaktionellen Inhalten zahlreicher Verlagshäuser vielseitig und kreativ eingesetzt werden.

AnyClip

Die patentierte Technologie von AnyClip bietet eine geschützte, kontextuelle Video Intelligence mit einer einzigartigen User Experiences mittels Premium Videos. Diese Video-Content-Plattform eignet sich gerade für Kampagnen und Marken, deren Ziel es ist, vor allem junge Zielgruppen zu erreichen. Durch die angewandte kontextuelle Video Intelligence ist ein breites Keyword-Targeting möglich. Gerade im Zeitalter der TV-Abwanderung stellt sich somit eine perfekte Möglichkeit dar, die gewünschte Zielgruppe auf eine innovative Art und Weise zu erreichen.

Bumper Ads

Das gerade mal 6 Sekunden lange Bumper Ad ist die hocheffektive Kurzform eines Video Ads und eine gute Möglichkeit, vorhandenen Social Media Video-Content in andere Netzwerke zu pushen. Diese nicht überspringbaren Videospots werden in unserem reichweitestarken Portfolio ausgespielt – somit kannst Du mit uns jetzt Deine kurze, auf den Punkt gebrachte Werbebotschaft bei mehr als 400 Publishern mit 3 Millionen Unique User teilen, und das auch programmatisch.

Videowall

Mit dieser prominenten Werbeform zieht man in wenigen Sekunden die volle Aufmerksamkeit der User auf sich und bleibt nachhaltig in Erinnerung. Ob Produktbewerbung oder Image-Video – mit der Videowall, derzeit auf den Top-Portalen nachrichten.at, SN.at, salzburg24.at und tele.at verfügbar, machen Werbekunden unter Garantie auf sich aufmerksam. Sollte sich der User dazu entscheiden, das Video mittels der „Schließen“-Funktion zu beenden, wird ihm stattdessen das hinterlegte statische Bild als Hintergrund angezeigt – sprich die Marke bleibt über die gesamte Zeit großflächig präsent.

Native Video

Die Werbeform Pur Native Video lässt sich entweder unterhalb der Redaktion unter den nativen „Empfehlungen“ finden oder In-Feed nahtlos im redaktionellen Teil eingebettet. Die informativen und gerne auch längeren Videospots werden algorithmusgesteuert ausgespielt (Click-to-watch oder Outstream). Somit gelangt die Werbebotschaft bei den tatsächlich interessierten Usern. Außerdem kann man auch vertikale Videos aus dem Social-Media-Bereich in den nativen Bereich ziehen und dadurch die Reichweite vehement erhöhen!

Video auf Fandom

Du suchst eine junge, entertainmentlastige Zielgruppe? Dann bist Du bei uns genau richtig. Mit Fandom – der größten Fan-Entertainment-Plattform – erreichst Du mehr als 1,8 Millionen österreichische Unique User, dazu gehören Teens, Young Adults, Millenials, aber auch Adults. Ob High-Impact Video Fan Takeover, den interaktiven Mobile Interscroller oder Featured Pre-Rolls – die junge Zielgruppe erreichst Du hier mit Garantie.

Das gesamte Video-Portfolio ist auch programmatisch buchbar! Bei Interesse wende Dich an Tanja Bauer, Head of Sales Purpur Media, unter tanja.bauer@purpurmedia.at.

Andreas Stöger, Geschäftsführer von A4 Media GmbH, im gemeinsamen Interview:

Pur Influencer heißt das neue Netzwerk von Purpur Media. Es umfasst mehr als 10.000 Influencer im deutschsprachigen Raum, die für unsere Partner seit wenigen Monaten Kampagnen aushecken. Unser Experte dafür ist Andreas Stöger. Wir sprachen mit ihm über diese relativ junge Disziplin im Marketing.

 

Andreas, was eigentlich ist ein Influencer? Auf der Visitenkarte liest man das ja kaum.

Andreas Stöger: Für mich sind es drei Bausteine, die Influencer Marketing ausmachen: Erstens eine Spielart meinungsgebenden Journalismus, zweitens passiert es auf digitalem Weg und drittens sehr oft in Verbindung mit einer Art Product Placement.

Ich möchte nicht behaupten, dass Influencer klassische Journalisten sind. Aber sie haben schlicht erkannt, dass digitale Plattformen es ermöglichen, eine breite Öffentlichkeit anzusprechen. Sie nutzen ihre Fanbase oder Follower, um Emotionen zu wecken und Produkte oder Dienstleistungen darzustellen. Das Digitale kann aber nicht subtrahiert werden, es gibt dem Influencer Marketing seine Identität.

 

Das deutsche „manager magazin“ hat kürzlich eine Debatte über Influencer Marketing losgetreten. Anlass war ein Interview mit der deutschen Bloggerin Caro Daur – mit der Headline „Die Daur-Werbesendung“. Wo bietet Influencer Marketing Angriffsflächen für berechtigte Kritik?

Stöger: Der erste Punkt ist sehr oft die Intransparenz der Follower. Ein deutschsprachiger Influencer hat beispielsweise 1,5 bis zwei Millionen Follower, diese können aus allen Ecken der Welt kommen. Daher muss man geografische Reichweiten in der Planung genau analysieren. Zweitens, jeder, der auf – sagen wir – Instagram mehr als 2.000 Follower hat, gilt heute schon als ein Influencer. Zu wissen, wer tatsächlich einer ist, dafür muss man Zeit aufwenden. Die Fragen, die hier zu stellen sind: Wachsen ihre Reichweiten? Wenn ja, wachsen sie organisch oder durch Zukauf. Es gibt noch sehr wenige marktakzeptierte Messungen und Standards, mit denen man hier klassifizieren könnte.

Drittens zu wissen, arbeitet dieser Influencer professionell? Dazu gehört beispielsweise die Kennzeichnung eines bezahlten Posts. Und viertens, durch den Hype getrieben, ist es der zu zahlende Preis, der da und dort zu hinterfragen ist.

 

Die österreichische Reisebloggerin und Influencerin Marion Payr hat zwei Schuldige ausgemacht, warum Influencer Marketing ein „Geschmäckle“ hat: Agenturen mit schlechten Ideen und Blogger, die für Geld alles machten.

Stöger: Ich gebe Ihr fast hundertprozentig Recht. Blogger, die für Geld alles machen, ist ein Faktor, der in diesen Bereich hineinzielt. Es gibt noch keinen mir bekannten allgemein akzeptierten Kodex des Verhaltens. Bei Agenturen sehe ich das Problem, dass sie sich schwertun, Influencer Marketing in ein Gesamtkonzept einzubetten. Es ist eine Art von Werbung, die eher in die PR und ins Product Placement passt als in die klassische Werbung.

Influencer Marketing ist ein diffizileres und sensibleres Thema als eine klassische Kampagne. Daher ist die Frage, ob das Influencer Marketing bei klassischen Agenturen überhaupt richtig aufgehoben ist. Im Gegensatz zu Marion Payr bin ich aber der Überzeugung, dass es sehr wohl schon einige Agenturen gibt, die gute Ideen liefern und somit Influencer Marketing erfolgreich umsetzen.

 

Was also macht gutes Influencer Marketing aus?

Stöger: Man braucht eine Idee und ein Konzept, wie man den Influencer und sein eigenes Produkt verknüpfen kann, sodass es glaubwürdig und für die Fanbase akzeptabel rüberkommt. Willst Du zum Beispiel ein Golfhotel promoten, dann kommst Du nicht umhin, es zu besuchen. Wenn der Influencer dann beschreibt, wie er sein Handicap verbessert, eine geile Runde gespielt und danach exzellent gegessen hat, dies mit emotionalen Bildern darstellt und in den Post eingebettet, wo er war, dann wird es funktionieren. Zuerst braucht es die Emotion, dann die Fakten.

 

Wie läuft denn eine Influencer Kampagne ideal ab?

Stöger: Als Auftraggeber kontaktiere ich jemanden, der im Thema stark drinnen ist und der die Kontakte zu Influencern hat; also nicht direkt kontaktieren, außer vielleicht man kennt ihn persönlich gut. Dann gilt es zu klären: für welchen geografischen Raum mache ich es und mit wie vielen Influencern möchte ich zusammenarbeiten. Das hängt vom Produkt ab. Schlussendlich braucht man die Daten, wie sie performen.

Im Detail: Der Vermarkter wird über das Produkt, die Zielgruppe und dahinterstehenden Ziele gebrieft. Darauf aufbauend entwickeln wir das Konzept, basierend auf Segment, Reichweiten und Qualität des Influencers. Dieses Konzept gehen wir mit dem Kunden durch.

Zu diesem Zeitpunkt ist die finale Idee noch nicht durch. Wenn wir die einzubindenden Influencer festgelegt haben, dann lernen Kunde und Influencer sich kennen. Mit ihnen legen wir die quantitativen Ziele fest: welche Kanäle, wie viele Posts, in welchem Zeitraum, welche KPI’s als Ziel?

 

Dann haben wir die quantitativen Ziele aber noch nicht die Dramaturgie.

Stöger: Der Influencer muss sich mit dem Produkt, das er bewerben soll, identifizieren. Storyboard, Operationalisierung wird zwischen Vermarkter und Influencer mit Rücksprache zum Kunden hin, festgelegt. Wenn der grünes Licht gibt, dann geht es ans Umsetzen.

 

Das klingt nicht kompliziert, wenn es nur ein Influencer ist, aber…

Stöger: Ja, es kann sehr granular werden, wenn ich in einem bestimmten Segment viel Reichweite brauche oder will. Je spezieller das Thema, desto kleiner sind im Allgemeinen die Reichweiten. Der Koordinationsaufwand steigt dann immens.

 

Können solche Kampagnen in die Währung der klassischen Werbung übersetzt werden?

Stöger: Also Reichweiten, Zielgruppenerreichung, Monitoring und Erfolgskontrolle. Ja, es gibt Tools die Reichweiten und gewisse KPIs ausweisen. Das ist kein blinder Fleck mehr und er wird aufgrund der Bedürfnisse der Auftraggeber auch immer transparenter. Wir wissen heute wie der Influencer aufgestellt ist in punkto Reichweite, wie oft sind die Posts geöffnet und geliked worden, bei vergangenen wie aktuellen. Wir nutzen Kennzahlen wie Reichweite, Frequenz, Interaktion, aber auch qualitative Kennzahlen. Trotzdem ist es zu marktakzeptierten Standards noch ein Weg hin.

 

Wie stellt sich der österreichische Blogger-Markt dar? Von wie vielen Bloggern sprechen wir und in welchen inhaltlichen Segmenten?

Stöger: Es gibt ein paar wirklich große in Österreich. Die – das muss man berücksichtigen – auf dem deutschsprachigen Markt tätig sind. Österreich hat eine Unzahl von kleinen und mittelgroßen Influencern. Die sind dann durchaus interessant, wenn man sie als Microinfluencer für eine Kampagne zusammenfasst.

 

Stichwort deutschsprachiger Raum: Wie sollen Unternehmen, die in ihren Entscheidungen auf den nationalen Markt ausgerichtet sind mit internationalen Reichweiten umgehen? Da würden wir tatsächlich von immensen Streuverlusten sprechen. Gibt es dafür eine Lösung?

Stöger: Für nationale Kampagnen versuchen wir natürlich Influencer auszuwählen, die eine hohe Reichweite bei österreichischen Followern haben, damit wir den Streuverlust möglichst gering halten. Wir haben dann eine Gesamtreichweite und eine für Österreich relevante Reichweite. Ideal wäre natürlich, dann auch nur für die relevante Reichweite zu bezahlen bzw. ein Targeting nur auf die relevante Zielgruppe.

 

Ab welchen Budgets beginnt es sinnvoll zu werden?

Stöger: Dies hängt natürlich von der Aufgabenstellung und Zielsetzung ab. Beginnt aber aus unserer Erfahrung inkl. Kampagnensetup und Monitoring ab ca. € 5.000,-, um eine entsprechende Reichweite zu generieren.

 

Mode, Kosmetik, Reise, Autos scheinen naheliegende Produktsegmente zu sein, die für Influencer Marketing geeignet sind. Fallen Dir noch andere ein?

Stöger: Exklusivere Nahrungsmittel bzw. Genussmittel passen sicher auch. „Bio“ und nachhaltige Themen gehen super. Hier kann man auch den Zugang zur Kampagne illustrieren: Man stellt nicht ein spezielles Produkt, sagen wir Joghurt, in den Vordergrund, sondern es gilt die Philosophie zu transportieren: regionale Wertschöpfung, das Erhalten des ländlichen Raums und so weiter. Generell meine ich, wenn das Produkt emotional aufgeladen ist, dann eignet es sich auch für Influencer Marketing.

Man muss auch klar machen, in einem Instagram Post ist nicht viel Platz. Ein Bild, ein bisschen Text und einige Hashtags. Bei Instagram sucht man nach Inspiration. Die Interaktionsrate ist bei Instagram im Durchschnitt um ein vielfaches höher als bei Facebook. Influencer auf YouTube, die beispielsweise im Automotive stark sind, dort gibt es naturgemäß reiche Möglichkeiten der Darstellung.

 

Das bietet unser Pur Influencer Netzwerk:

Das Pur Influencer Netzwerk arbeitet mit über 400 großen Influencern (jeder mit mindestens einer halben Million Follower) in Österreich und Deutschland und mehr als 10.000 datenbankgestützten Influencern.

Damit bietet Purpur Media einen weiteres Segment um Kampagnen holistisch abzubilden. Neben Display, Content, Data nun auch die Zusammenarbeit mit Influencern.

 

Zur Person Andreas Stöger:

In seiner langjährigen Karriere sammelte er wertvolle Erfahrungen auf Kunden- und Agenturseite – national wie international.​ Seit Februar 2017 führt er die A4 Media GmbH als Geschäftsführer.​ Mit seinem umfassenden Know-How gilt er als gefragter Fachmann, Vortragender für Big Data und Experte für Vertrieb & Sales Aktivitäten und Online-Marketing-Spezialist.​

Termintipp: Influencer-Convention – Glowcon, 4. und 5. November 2017 in Berlin

Die aktuelle Erhebung der Reichweitenzahlen durch die ÖWA Plus weist Purpur Media auf dem dritten Platz mit 2,65 Mio. Unique Usern pro Monat (lt. ÖWA Plus 2017-I) aus. Dieser Gewinn an Größe und Relevanz ist maßgeblich der Zusammenarbeit mit Alpenord geschuldet. Unsere Partner sind Robert Rosin in Salzburg und Lorenz Cuturi in Oberösterreich. Wie hat sich die Zusammenarbeit ausgewirkt? Zeit für ein Recap.

Seit 1. Jänner dieses Jahres ist die Vermarktungsgemeinschaft Alpenord über Purpur Media buchbar. Wie war denn die Zusammenarbeit in diesen sechs Monaten aus Eurer Sicht?

Robert Rosin: Aus unserer Sicht war die Zusammenarbeit durchwegs positiv. Genauer betrachtet können wir von zwei Säulen der Zusammenarbeit sprechen, dessen Ziele, um es vorweg zu nehmen, beide erfolgreich verfolgt wurden. Ich spreche hier von einem technologischen und natürlich dem ökomischen Aspekt.

Lorenz Cuturi: Mit der Purpur Media haben wir einen sehr kompetenten Partner gefunden, mit dem sich die Zusammenarbeit sehr partnerschaftlich gestaltet. Die Zielgruppenvermarktung der Purpur Media ist eine gute Ergänzung unserer eigenen Online-Sales Aktivitäten.

Wenn man solch strategische Entscheidungen trifft, die tief in die Tagesabläufe von Organisationen greifen, dann hat das – naturgemäß – Auswirkungen auf Menschen und Prozesse. Wie habt Ihr das auf Eurer Seite wahrgenommen?

Rosin: Bezugnehmend auf die Menschen – also die beteiligten Mitarbeiter – haben wir den Eindruck, dass sowohl die Purpur Media als auch die Salzburg Digital durch den notwendigen Austausch beider Partner profitieren konnten. Know-how in der Digitalbranche entsteht aus unserer Sicht zu einem großen Teil durch stetigen Austausch und Zusammenarbeit. Auch wenn anfangs Prozesse neu durchdacht werden mussten und somit gewisse Abläufe etwas holprig waren, merken wir nun, wie sich alles einspielt. Wir rechnen mit weiteren positiven Entwicklungen in den nächsten Monaten.

Cuturi: Das Anpassen an die neuen Prozesse verlief rasch und unkompliziert wohl auch aus dem Grund, dass die Zusammenarbeit sowohl auf menschlicher, wie auch auf fachlicher Ebene passt. Ein erfreulicher Nebeneffekt ist, dass wir laufend unser Know-How im Bereich Ad-Technologie und Kampagnenmanagement erweitern, das uns bei der Entwicklung von regionalen Produkten für unsere Webseite sehr entgegenkommt.

Was hat sich denn aus Eurer Sicht in diesen sechs Monaten getan?

Rosin: Die Phase der Konsolidierung ist nun vorbei. Noch interessanter als die ersten sechs Monate, glauben wir, werden die kommenden Monate sein. Nun geht es um die Optimierung der Technologie, Weiterentwicklung von Produkten und natürlich Zusammenspiel der Sales-Abteilungen.

Cuturi: Die Abläufe haben sich mittlerweile gut eingespielt: die Zusammenarbeit zwischen den Verkaufsteams der OÖN und Purpur Media funktioniert gut, die programmatische Vermarktung bietet dazu die optimale Ergänzung.

Die ÖWA Plus weist nun für die Vereinigung von Purpur Media und Alpenord den dritten Platz aus. Sind Größe und Relevanz doch untrennbar miteinander verbunden?

Rosin: Ja, durch das etablierte Agenturgeschäft ist das eng miteinander verbunden.

Cuturi: Ein agenturgetriebenes Geschäft muss Reichweite bieten, auch die Bündelung von Inventar in Zielgruppen setzt eine große Reichweite voraus: daher auch von mir ein eindeutiges Ja.

Woran arbeitet Ihr gerade in Euren Unternehmen?

Rosin: Wir arbeiten am Relaunch von salzburg.com inklusive dem Domainwechsel auf SN.at und dadurch natürlich auch verstärkt am Thema „Data Driven Advertising“. Zu bedenken sind natürlich die neue Datenschutzgrundverordnung und die momentan noch unsichere E-Policy-Richtlinie, welche uns momentan stark beschäftigen. Gemeinsam mit der Purpur Media haben wir uns auch dem Thema Content Marketing verschrieben.

Cuturi: Wir beschäftigen uns stark mit dem Thema Paid Content und der Wertigkeit des digitalen Journalismus. Unser neuer Newsroom bringt neue Chancen, die wir auch im Online-Auftritt wahrnehmen werden. Das Thema Datenschutzgrundverordnung ist eine Herausforderung, die alle Abteilungen im Unternehmen betrifft.

 

Zur Person Robert Rosin:

Robert Rosin ist Geschäftsführer von Salzburg Digital. Er beschäftigt sich mit dem Thema Onlinewerbung- und Marketing seit 1997 und kümmert sich seither um die digitalen Belange des Medienhauses Salzburger Nachrichten.

Zur Person Lorenz Cuturi:

Lorenz Cuturi leitet den Bereich New Business von Medienhaus Wimmer (Oberösterreichische Nachrichten, Gratiswochenzeitung Tips) und verantwortet in dieser Position die Bereiche Digital, TV und Radio des Konzerns.

 

Wie geht es weiter? Alexandra Vetrovsky-Brychta im Gespräch über ihre Pläne bei Purpur Media. Der dritte Platz im Vermarkterranking ist der erfreuliche Anlassfall für dieses Gespräch.

Wie hat der Markt den Zusammenschluss von Purpur Media und Alpenord aufgenommen?

Alexandra Vetrovsky-Brychta: Der Zusammenschluss wurde vom Markt sehr gut aufgenommen. Vor allem Mediaagenturen haben diese Konsolidierung begrüßt, da eine größere Relevanz beider Angebote entstanden ist. Wir können daher definitiv sagen, dass unsere Erwartungen an das erste Halbjahr erfüllt worden sind.

Platz 3 in der ÖWA Plus. Hat das Bedeutung?

Vetrovsky-Brychta: Natürlich spielt die Platzierung bei der ÖWA Plus eine gewisse Rolle. Es bestätigt durch eine unabhängige Messung den Wachstumskurs der Purpur Media in den letzten sechs Monaten. Leider mit einem zeitlichen Verzug denn unser erweitertes Portfolio war ja immerhin schon seit dem 1. Jänner buchbar.

Gab es da Unterschiede zwischen Programmatic und I/O-Buchungen?

Vetrovsky-Brychta: Bei programmatischen Buchungen geht es nicht um planerische Reichweiten, sondern um den richtigen User mit der richtigen Botschaft in für Marken sicherem Umfeld anzusprechen. Dafür benötigt man eigentlich keine ÖWA mehr, sondern viel mehr das richtige programmatische Setup, welches wir auch optimiert haben. Wir haben zu Beginn des Jahres einen neuen Technologiepartner gewählt, um unser programmatisches Angebot einfacher und besser für unsere Kunden buchbar zu machen.

Wie hast Du den Prozess des Zusammenführens auf der Seite von Purpur Media erlebt?

Vetrovsky-Brychta: Es waren definitiv intensive Monate, in denen alle Partner viel gelernt haben. Wir haben den Prozess der Zusammenführung ja schon im November begonnen um vor allem technologisch am 1. Jänner startklar zu sein. Alles in allem haben wir einen guten Job gemacht – auch dank der ehemaligen Alpenord-Mitarbeiter, die zu uns gewechselt sind und unterstützt haben, die Verlagswelt zu verstehen. Denn wir, und auch die Verlage, mussten das Verständnis für das Geschäftsmodell des anderen schärfen. Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit dem Integrationsprozess, den wir – eigentlich – in einer Rekordzeit geschafft haben.

Welche Innovationen gab es im letzten halben Jahr?

Vetrovsky-Brychta: Wir konnten unser Angebot im Bereich Display weiter vergrößern, da das Portal Landwirt.com zu uns zurückgekehrt ist und im Bereich Audience haben wir mit Travelaudience als exklusiven Partner eine einzigartige Lösung, touristische Zielgruppen auf Basis von Echtdaten mittels RTB anzusprechen.

Und im zweiten Halbjahr? Was wird kommen?

Vetrovsky-Brychta: Aus meiner Sicht ist die Existenzberechtigung eines Vermarkters, spannende Produkte zu entwickeln und diese am Markt zu positionieren. Das nehmen wir sehr ernst. Wir arbeiten gerade im Bereich Display am Ausbau unseres PreRoll-Angebotes und zwar nicht nur für I/O Buchungen, sondern auch für programmatische Buchungen. Wir werden ab Mitte Juli unser bestehendes Videoinventar komplett programmatisch verfügbar haben und bald einen neuen Partner begrüßen.

Auch im Bereich Performance sind wir stetig am Wachsen und bauen unser Angebot im Bereich E-Mail-Marketing und Leadgenerierung aus. Bald verraten wir mehr.

Eine Neuheit, über die ich schon ganz konkret berichten kann, ist unsere Expansion in die Schweiz. Ab Mitte August erfolgt der Markteintritt und wir werden unsere Partner mit den Produktbereichen Display und Performance ab sofort auch in der Schweiz repräsentieren.

Zusammengefasst: Relevanz am Markt gepaart mit spannenden Produkten und guter Service-Kompetenz ist unsere Formel, auf die wir weiterhin setzen.

Hans Metzger, Geschäftsführer von Tele, im gemeinsamen Interview:

Viele Menschen in der Branche kennen Dich als Andy, obwohl Du Hans heißt. Woher kommt der „Andy“ eigentlich?

Metzger: Eine sehr persönliche Frage, die ich nur einem guten Freund wie Dir, Bernd, hier vor Publikum beantworte. Aber im Ernst: Versuch mal, einem Kind, das zu sprechen beginnt, „Hans“ oder „Hansi“ zu entlocken. Da kommt automatisch etwas wie „Andi“ heraus. Das hat meinen Eltern offenbar gefallen, und mir später auch, bis heute…

 

tele.at hat sich im Jahresvergleich Jänner bis Dezember 2016 eindrucksvoll entwickelt: Ihr seid bei 170.000 Unique Clients gestartet und mit 390.000 ins Ziel gelaufen. Woher kam das Wachstum?

Metzger: Abgesehen davon, dass hier Web- und Web+Mobile- Zahlen vermengt werden: Wir machen ganz konsequent unser Ding. Und das ist die Beschäftigung mit TV-Inhalten. TV ist nach wie vor Österreichers liebste Freizeitbeschäftigung, und eine Guideline durch die unerschöpfliche Programmvielfalt ist wichtiger denn je.

 

Gibt es digitale Angebote, die Ihr aus Sicht von tele.at als unmittelbare Konkurrenz empfindet?

Metzger: Natürlich haben alle Sendergruppen, vom ORF bis zu Pro7Sat1Puls4 erstklassige Angebote für ihre Inhalte, aber eben nur für ihre eigenen. Eine österreichische Übersicht über den Markt bieten nicht viele, drei, um genau zu sein. Also keine große Konkurrenz…

 

Was macht tele.at für Dich zum einzigartigen Angebot in Österreich?

Metzger: Einzigartig ist ein großes Wort, das auch immer ein Stück Überheblichkeit im Gepäck hat. Ich glaube nicht, dass wir einzigartig sind. Wir nehmen aber unsere User so ernst wie die Leser. Die erwarten beste Übersicht und beste Auswahl und Rezension. Und das versuchen wir seit 30 Jahren zu bieten.

 

These: TV-Guides müssen durch das Aufkommen von Streamingdiensten ihre Existenz neu berechtigen. Richtig oder falsch?

Metzger: Falsch. Die Berechtigung bleibt, so wie lineares Fernsehen bleibt. Streaming und On Demand muss nur gleichwertig zum linearen Fernsehen abgebildet werden.

 

Wie lautet für Euch die Konsequenz daraus?

Metzger: Genau das: tele wird sein Angebot um den riesengroßen Teil des nicht-linearen Fernsehens erweitern und das mit derselben Akribie und Liebe zum Detail wie bisher. Das inhaltliche Angebot wird also quasi verdoppelt. Hier lineares TV, dort On Demand TV. Der neue Bereich ist natürlich noch viel fordernder und aktueller.

 

Wenn wir auf die digitale Werbung blicken: Instream wird ein immer größerer Umsatzbringer. Habt Ihr dafür ein Angebot an die werbetreibende Wirtschaft?

Metzger: tele hat sich immer bemüht, bei technischen Innovationen in der digitalen Werbung vorne mit dabei zu sein. Die Klassiker sind Pre-Rolls, Mid-Rolls, Post- Rolls, außerdem alles, was es an Bewegtbild-Werbung gibt – das ist bei uns besonders gut aufgehoben!

 

Wenn Du den internationalen Markt digitaler TV-Guides betrachtest, welche findest Du besonders gelungen?

Metzger: Interessanterweise gibt es quartalsweise neue Marktführer, die gerade irgendetwas besonders gut machen. TV Spielfilm ist im deutschen Markt aber ein echter dauerhafter Benchmark.

 

Entwickelt Ihr selbst oder arbeitet Ihr mit Agenturen zusammen?

Metzger: Beides. Wir haben eine sehr gute, kleine Mannschaft im Haus, die mit externen Partnern wie Proofit in Berlin kongenial zusammenarbeitet und bei Website und Apps vieles schnell und effektiv realisiert.

 

Plant Ihr neue Features oder Contents, die in den nächsten Monaten sichtbar werden?

Metzger: On Demand als gleichwertiges zweites Standbein geht in den nächsten Wochen live. Der logische nächste Schritt ist Kino. Bis Anfang/Mitte 2018 wollen wir diese drei Säulen des Bewegtbild-Bereichs abgedeckt haben: Lineares TV, Nicht-lineares TV, Kino. Auch Live-TV ist ein Thema, allerdings gibt es da massive Rechteprobleme und technische ebenso. Aber es wird kommen. Wir sind dran!

 

Zur Person Hans Metzger

Hans Metzger ist Medienarbeiter seit 35 Jahren und beschäftigt sich seit 20 Jahren auch mit den damals „neuen Medien“, bleibt aber im Herzen Verleger und ein Fan der analogen Welt. Seit 2007 ist er Geschäftsführer von tele, dem größten österreichischen Fernsehmagazin, mit Ausgaben in Print, Web und als App.

 

Martin Trzebin, Commercial Director Austria von Teams.tv, im gemeinsamen Interview:

Martin, du bist Country Manager in Österreich für Teads.tv. Kannst du plakativ erläutern, was teads.tv macht und – vor allem – was es besonders gut macht?

Martin Trzebin: Teads ist der Erfinder der Outstream-Videotechnologie und ein global agierender Premium-Vermarkter von Onlinemedien. Publisher nutzen die Plattform von Teads, um neues Outstream-Videoinventar zu generieren und ihre Inhalte entweder mit eigener Vermarktung, oder über die Vermarktungskanäle von Teads zu monetarisieren. Die Videoformate sind kontextsensitiv direkt im inhaltlichen Teil der Webseiten platziert, zum Beispiel zwischen zwei Absätzen eines redaktionellen Artikels, zwischen zwei Bildern einer Slideshow oder in einem Newsfeed.

Was genau definiert der Begriff „Outstream“?

Trzebin: Outstream ist Online Video-Werbung, welche vom Video Content losgelöst ist, also außerhalb des Streams. Outstream Video ist ein Bewegtbild-Werbeformat, das direkt im redaktionellen Text platziert wird statt mit einem anderen Video als Pre-, Mid- oder Post-Roll. Es kann jederzeit übersprungen werden, startet ohne Ton und läuft nur dann, wenn es im sichtbaren Bereich des Users ist, um dem Nutzer das bestmögliche Werbeerlebnis zu bieten.

Wir sprechen also von „Instream“ und „Outstream“ als die zwei verschiedenen Herangehensweisen an das Thema Bewegtbildwerbung im Netz.

Trzebin: Korrekt. Bislang dominierten Instream Formate den Markt. Mit der Einführung von Outstream hat Bewegtbild-Werbung zusätzlich an Fahrt gewonnen. Wir schaffen unbegrenztes Bewegtbild-Inventar in Premium-Umfeldern, das Advertiser für ihre hochwertigen Video Kampagnen nutzen können. Die Videos werden direkt im redaktionellen Content eingebunden. Das Format löst die wichtigsten Probleme der Videowerbung: die Knappheit an Premium-Videoinventar und den Kontrollverlust des Users darüber, was er sehen möchte und was nicht. Anders als bei Instream wird der Nutzer nicht gezwungen Werbung zu konsumieren, um den gewünschten Content zu bekommen.

Offensichtlich unterscheiden sich diese beiden Formate in der Art der Einbettung des Video-Ad-Contents. Welche Erkenntnisse liefert die Marktforschung als Entscheidungshilfe für Marketeers?

Trzebin: Studien unabhängiger Forschungsinstitute belegen die hohe Wirksamkeit von Outstream Kampagnen. Eine Nielsen-Studie weist beispielsweise nach, dass die Werbewirkung von Outstream um 60 Prozent höher ist, als die von Pre-Roll-Kampagnen. Nielsen fand weiterhin heraus, dass verglichen zu Pre-Roll in Read die Kaufabsicht um 74 % steigert. Eine Research Now Studie zu Adblockern belegt widerrum, dass 74 % der Nutzer Outstream als nicht nerviges Nutzerformat akzeptieren, während 52% der Nutzer Pre-Roll als das aufdringlichste Werbeformat empfinden.

Weitere Studien zeigen, dass Outstream nicht nur gegenüber Pre-Roll besser performt sondern auch die Ergebnisse von Video-Kampagnen in Social Feeds wie Facebook übertrifft.

Wie verhalten sich diese Werbeformate im TKP-Vergleich zueinander?

Trzebin: Wir bieten Werbungtreibenden unsere inRead Formate auf der Basis CPCV an – also cost per completed view. Der Kunde zahlt also nur, wenn das Video tatsächlich bis zum Ende gesehen wurde.

Wie erfolgt Mediaplanung bei „Outstream“?

Trzebin: Die Mediaplanung unterscheidet sich nicht wesentlich von anderen Formaten. Werbungstreibende können ihre Kampagnen im Managed Service oder programmatisch über Teads eigene SSP buchen.

Noch einen Satz zu Teads.tv: Was sollte man über das Unternehmen und das Netzwerk wissen? 

Trzebin: Teads ist inzwischen laut Comscore der reichweitenstärkste Videowerbemarktplatz der Welt. Wir erreichen monatlich über das Premium-Netzwerk rund 1,2 Milliarden User, davon 720 Millionen auf Mobilgeräten. Wir arbeiten dabei mit den bekanntesten Premium-Publishern der Welt zusammen. Dazu zählen Spiegel Online, Time Inc, Washington Post, Conde Nast und Axel Springer, um nur einige zu nennen.

Teads.tv hat eine Kooperation mit Purpur Media. Wie gefällt Dir die Zusammenarbeit?

Trzebin: Die Zusammenarbeit ist gegenseitig sehr befruchtend. Einerseits bringt Purpur Media bedeutendeTop-Premiumseiten wie tt.com, nachrichten.at oder salzburg.com in unser wachsendes Netzwerk ein, anderseits promotet Purpur auch aktiv unser Outstream Format im österreichischen Werbemarkt.

 

Zur Person Martin Trzebin:

Der erfahrene Onlineprofi ist bei Teads der Commercial Director Austria. Trzebin kam von Goldbach Audience, wo er Geschäftsführer war und arbeitete zuvor als Verlagsleiter der österreichischen Tageszeitung „Heute“. Weitere Station seiner beruflichen Laufbahn war unter anderem die Position als Chief Commercial Officer bei Epamedia, wo er die Leitung des Sales-Teams sowie die Bereiche Client Service und Marketing verantwortete.